Bio

 

Im Jahr 2015 habe ich mein Gedichtband mit dem Titel „Die Durchquerung des Frühlings“(Travesia de la primavera) in Kolumbien veröffentlicht.

 

Im selben Jahr publizierte ich das autobiographische Erzählungsbuch "Memorias vividas en Cuadernos de viaje", zu Deutsch „Lebhafte Erinnerungen in einem Reisetagebuch“.

 

Innerhalb Deutschlands nahm ich an verschiedenen literarischen und künstlerischen Festivals teil. Somit hatte ich bereits im Jahr 2014 die Möglichkeit am Off-Stimmen-Festival in Berlin und Leipzig teilzunehmen und war zudem im Jahr 2015 Gast und Referent bei den Romerotagen sowie während der Lateinamerikatage in Hamburg. Als Stipendiatdes PEN-Zentrums Deutschland hielt ich außerdem zahlreiche Lesungen an Schulen und Universitäten.

 

Im August 2015 produzierte der öffentliche Sender „Canal Capital“ aus Kolumbien einen Dokumentarfilm zu meinen Erfahrungen als Kolumbianer im Exil in Deutschland. Der Film „Relatos del Exilio“ wurde im Oktober 2015 in Kolumbien ausgestrahlt.

 

Im Rahmen meines Stipendiums hatte und habe ich zudem die Möglichkeit der Organisation verschiedener Veranstaltungen zur Problematik der Menschenrechte in Kolumbien sowie zu dem Thema der Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillagruppe FARC.

 

Ich habe auch die Möglichkeit, weiterhin als Journalist tätig zu sein und schreibe in diesem Zusammenhang Reportagen und Artikel für verschiedene Medien.

 

Mein Gedicht „Traurige Verse der Menschlichkeit“ erschien Anfang 2016 neben anderen berühmten Autoren im Horen Band. Es thematisiert die Erlebnisse von Autoren in Gefangenschaft.

Zum Werk

 

 

arbeitet seit Jahren freischaffend mit dem Ziel, eine eigene Sprache zu finden, um die verschiedenen Wirklichkeitsebenen und die kulturelle Vielfalt in Kolumbien zu vermitteln. Die eigene Biografie und Herkunft im Verbund mit akademischer Ausbildung und Reflexion erlauben nicht nur ein Sprachrohr für das eigene Land, den lateinamberikanischen Kontinent zu sein, sondern diese Erfahrungen solidarisch als universell in den Kontext aller marginaler Erfahrung zu stellen. Es geht um Interaktion, um vermittelnde Kommunikation und um die Suche nach dem Verbindenden, der Empathie. Dafür schaffen die Dokumentationen, Videos und Videoinstallationen Raum und Gelegenheit.

 

Erick Arellana Bautista / Chico Bauti

 

Dokumentarfilmer und Journalist für nationale und internationale Medien. Arbeitet insbesondere über Themen des kollektiven Gedächtnisses, der politischen und gesellschaftlichen Erinnerungsarbeit im Kontext des jahrzehntelangen bewaffneten Konfliktes in Kolumbien und seinen Spuren in der Zivilgesellschaft.

 

Verschiedenste Projekte im öffentlichen Raum in Kooperation mit staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen. Arbeitet für die Stiftung Nydia Erika Bautista für Menschenrechte (zahlreiche internationale Auszeichnungen, zuletzt 2012 Menschenrechtspreis der Deutschen und der Französichen Botschaften), Univeristätsdozent (Universidad Central de Bogotá) für Kommunikationswissenschaften und Journalistik 2007 bis 2011.

 

Literarische Werke

 

Während meines Studiums an der Kunsthochschule der Universität Kassel, in der Zusammenstellung ExilBilder veröffentlicht der Text "Der Blick Enteignete" koordiniert vom Professoren Sebastian Thies und Susane Dölle der Universität Bielefeld, der Tram Verlager. Nach 10 Jahren im Exil kehrte ich nach Kolumbien zurück, um als Journalist und audiovisuell zu arbeiten.

 

Im Verlauf der letzten drei Jahre habe ich "Tránsitos de un hijo al Alba" veröffentlicht. Dort sind mit verschiedenen Mitteln meine Erfahrungen seit mehr als 20 Jahren als Sohn einer sogenannten Verschwundene Frau verarbeitet. So bin ich aufgewachsen. Und wir sind nicht Stumm geblieben, haben in einer sehr von verschiedenen Methoden der Gewalt und des Krieges durch bewaffnete Akteure betroffenen Bewegung gegen die Ohnmacht gekämpft. Wir waren verfolgt und an unser Leben war bedroht weil wir die Folgen und die Ursachen des Krieges erzählt haben. Meine Bücher beschreiben diesen Weg durch die lange Nacht und die Suche nach Wahrheit, Justiz und Wiedergutmachung.

 

Mit Gedichtaktionen erzähle ich die Geschichte meines Volkes, eines Volkes ohne Namen. Gedrängt an den dunklen Rand des Vergessens befindet es sich am Rande des Abgrundes, gefangen in der Verzweiflung des Krieges.

 

In der Lesung wird das Licht in der Finsternis beschworen, die Blume, die in der Wüste erblüht, das Kind, das den Himmel besingt, der jungen Dichter, der unbewußt seine Worte schreibt, der "Arbeiter, der seine soziale, politische und historische Mission erkennt, selbst ein Opfer als Stimme der Opfer für die Opfer."

 

Das zweite Buch "Transeúntes y Migrantes" ist das, was vom Diebstahl meines Computers an Informationen aus 15 Jahren Arbeit als Journalist überlebt hat. Es ist eine Sammlung von Gedichten die als Zeuge eine soziale Tragödie beschreiben. Das Buch ist Teil der Diskussion über Literatur und die Erinnerungsarbeit von Opfern des bewaffneten Konfliktes.

 

Das dritte Buch dieser Trilogie ist die Suche nach einer Heimat, nach einem Ort wo der Dichter ohne die Gefahr, wegen seiner Wörter und Verse ermordet zu werden, Leben kann. Travesia de la primavera und auch ein viertes Buch von Erzählungen „Cuadernos de viaje“ (Tagebüchern) sind noch nicht veröffentlicht, diese habe ich als „Friedl Dicker Stipendiat“ der Stadt Weimar 2013/14 fertig geschrieben.

 

Chico Bauti